KI-Assistenten verbinden (MCP)
Lassen Sie Claude und ChatGPT direkt in Ihrer Librario-Bibliothek recherchieren, ohne PDFs ins Chat-Fenster zu ziehen oder Suchergebnisse manuell zu kopieren.
Librario stellt dazu einen Server für das Model Context Protocol (MCP) bereit. MCP ist ein offener Standard für die Anbindung von KI-Anwendungen an externe Systeme. Ihr KI-Assistent ist der Client, Librario ist der Server. Sobald Sie ihn verbunden haben, kann er in Ihrem Namen:
- In natürlicher Sprache suchen: “Finde Publikationen zu EN 1993-1-1 Knicken von Stahlstützen seit 2020.”
- Neu Hinzugekommenes auflisten: “Was wurde letzte Woche neu in die Bibliothek aufgenommen?” Der Assistent nennt die zuletzt hinzugefügten Einträge, unabhängig vom Erscheinungsjahr.
- Publikationsdetails abrufen: “Erzähle mir mehr zu Publikation #42.”
- Sammlungen finden und durchsehen: “Gibt es eine Sammlung zum Thema Betonsanierung?” Ist die Sammlung gefunden, zeigt der Assistent ihren Inhalt und kann auch nur innerhalb dieser Sammlung suchen.
- Angehängte Dateien herunterladen und lesen oder verarbeiten: über einen kurzlebigen, signierten Link oder direkt im Gespräch bei KI-Werkzeugen, die das Lesen von MCP-Ressourcen unterstützen. Direkt im Gespräch lesen lassen sich Dateien bis 1 MB. Für größere Dateien erhält der Assistent einen Download-Link und die Publikationsseite in Librario, über die Sie die Datei auch nach Ablauf des Links herunterladen.
Außerdem kann der Assistent die öffentliche Dokumentation von Librario lesen. Fragen Sie etwa, wie Leihanfragen funktionieren, ruft er mit dem Werkzeug get_documentation die passende Hilfeseite ab, standardmäßig auf Englisch, auf Wunsch auf Deutsch. Dafür braucht die Verbindung keine eigene Berechtigung. Wie Assistenten Dokumentation und Bestand auseinanderhalten und Quellen angeben, beschreibt der Leitfaden für KI-Agenten.
Schnellstart
Sie brauchen zwei Dinge:
- Ihre persönliche MCP-URL aus Librario. Klicken Sie oben rechts auf Ihren Avatar und öffnen Sie Integrationen. Die Seite zeigt, ob Ihr Tarif MCP enthält, und stellt Ihre tenant-spezifische MCP-URL bereit. Kopieren Sie sie aus der MCP-Karte. Diese URL geben Sie gleich beim KI-Werkzeug an.
- Ein KI-Assistent-Konto in einem Tarif mit Custom-Connector-Unterstützung (Voraussetzungen pro Anbieter unten).
Welche KI-Werkzeuge funktionieren?
Librario funktioniert mit jedem KI-Werkzeug, das das Model Context Protocol und einen OAuth-Login unterstützt. Claude.ai, Claude Desktop und ChatGPT sind die verbreitetsten Beispiele und werden unten Schritt für Schritt erklärt. Bei anderen MCP-fähigen Werkzeugen folgen Sie der Anleitung des jeweiligen Anbieters zum Hinzufügen eines Custom MCP Connectors und verwenden dort Ihre Librario-MCP-URL.
Claude.ai (Web, empfohlen)
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Öffnen Sie in Claude.ai die Connectors-Einstellungen (auf persönlichen Tarifen unter Customize, auf Team-/Enterprise-Tarifen unter Settings), direkt unter https://claude.ai/customize/connectors.
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Klicken Sie + Add custom connector und fügen Sie Ihre MCP-URL ein. Authentifizierung bleibt auf OAuth.
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Claude.ai öffnet einen neuen Tab zur Librario-Anmeldung. Melden Sie sich an. Anschließend erscheint die Zustimmungsseite mit dem angefragten Berechtigungsumfang.
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Prüfen Sie die Berechtigungen und klicken Sie Autorisieren.
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Probieren Sie eine Suchanfrage:
Finde Publikationen zu Stahlstützen-Knicken seit 2020.
Voraussetzung: Claude.ai-Tarif Pro, Team oder Enterprise; Custom Connectors stehen im kostenlosen Tarif nicht zur Verfügung.
Claude Desktop (macOS & Windows)
- Installieren Sie Claude Desktop und melden Sie sich an.
- Öffnen Sie Einstellungen → Connectors → Add custom connector (oder im Chat-Fenster auf das + klicken → Connectors).
- Fügen Sie Ihre MCP-URL ein. Authentifizierung bleibt auf OAuth. Klicken Sie Add.
- Claude Desktop öffnet Ihren Browser zur Librario-Anmeldung. Melden Sie sich an, prüfen Sie die Berechtigungen, klicken Sie Autorisieren.
- Probieren Sie eine Suchanfrage.
ChatGPT
- Klicken Sie auf Ihr Profilbild → Settings → Connectors → Advanced und aktivieren Sie Developer mode.
- Zurück bei Connectors klicken Sie + Add custom connector.
- Fügen Sie Ihre Librario-MCP-URL ein, lassen Sie die Authentifizierung auf OAuth und bestätigen Sie I trust this application.
- ChatGPT öffnet einen neuen Tab zur Librario-Anmeldung. Melden Sie sich an, prüfen Sie die Berechtigungen, klicken Sie Autorisieren.
- Probieren Sie eine Suchanfrage.
Voraussetzung: ein ChatGPT-Bezahltarif (Plus, Pro, Business, Team, Enterprise oder Edu); der kostenlose Tarif unterstützt keine Custom Connectors. In Business-, Team-, Enterprise- und Edu-Workspaces muss der Workspace-Administrator Developer Mode zentral freischalten und Ihnen Zugriff erteilen, bevor die obigen Schritte funktionieren.
Auf der Zustimmungsseite sehen Sie eine Berechtigung pro Zeile, jeweils mit Häkchen. Für KI-Assistenten sind das zwei: „Publikationen durchsuchen und ansehen“ und „Angehängte Dateien herunterladen und lesen“. Nehmen Sie das Häkchen bei den Dateien heraus, bleiben Suche und Detailabruf erlaubt, während Download-Links und das Lesen von Dateiinhalten ausbleiben. Standardmäßig sind beide Berechtigungen aktiviert. Die Wahl bleibt für die Verbindung erhalten; eine später fehlende Berechtigung liefert dem Assistenten beim nächsten Versuch eine Berechtigungs-Fehlermeldung.
Microsoft 365 Copilot verbinden
Bei Claude und ChatGPT richtet jede Person ihre Verbindung selbst ein. Microsoft 365 Copilot funktioniert anders: Hier registriert eine Person mit Administrationsrechten Librario einmal zentral, danach steht der Connector allen berechtigten Nutzenden zur Verfügung. Bei der ersten Nutzung meldet sich trotzdem jede Person mit ihrem eigenen Librario-Benutzerkonto an. Wer Librario aus Copilot heraus durchsucht, braucht deshalb ein eigenes Benutzerkonto in Librario.
Ein Benutzerkonto entsteht durch eine Einladung in der Benutzerverwaltung oder, mit Single Sign-on über Microsoft, automatisch bei der ersten Anmeldung aus Copilot heraus, solange Ihr Tarif noch freie Benutzerplätze hat. Sind alle Plätze belegt, sieht die Person statt der Zustimmungsseite einen Hinweis, und Ihre Administrator:innen und Bibliothekar:innen erhalten eine E-Mail. Planen Sie die Benutzerplätze deshalb vor dem Rollout.
Microsofts Copilot-Landschaft ist unübersichtlich: Die Produkte wurden mehrfach umbenannt, und es gibt zwei voneinander unabhängige Wege, einen MCP-Server wie Librario anzubinden:
- Föderierter Connector: Eine Person mit Administrationsrechten registriert die Librario-MCP-URL einmal im Microsoft-365-Admin-Center. Librario erscheint anschließend für alle berechtigten Personen in Microsoft 365 Copilot Chat, im Researcher-Agenten, in Copilot in Excel und in Cowork. Voraussetzung ist eine Microsoft-365-Copilot-Lizenz je Person. Der Zugriff ist lesend (Suche, Detailabruf, Datei-Download), schreibende Aktionen sind nicht möglich.
- Copilot-Studio-Agent: Wer eigene Agenten baut, fügt Librario als MCP-Werkzeug in einem Copilot-Studio-Agenten hinzu. Das ist flexibler, erfordert aber eine eigene Copilot-Studio-Lizenz. Dieser Weg richtet sich an Personen, die Agenten entwickeln.
Mit Microsoft-365-Copilot-Lizenzen ist der föderierte Connector der naheliegende Weg. Er gehört zur erweiterten KI-Verwaltung. Copilot Studio ist ein eigenes Produkt mit eigener Lizenz. Librario steht dann nur in Ihrem Agenten zur Verfügung, nicht in Copilot Chat oder im Researcher-Agenten. Mit Dynamic discovery braucht Copilot Studio keine erweiterte KI-Verwaltung. Beide Wege sind unten beschrieben.
Föderierten Connector einrichten (Administration)
Der föderierte Connector registriert sich nicht selbst bei Librario. Microsoft verlangt Client ID und Client Secret. Der Connector braucht deshalb einen OAuth-Client, den eine Person mit Administrator-Rolle in Librario ausstellt. Das gehört zur erweiterten KI-Verwaltung.
- Sie brauchen die Rolle Globale:r Administrator:in oder KI-Administrator:in im Microsoft-365-Admin-Center und Zugang zum Teams-Entwicklerportal.
- In Librario legt eine Person mit Administrator-Rolle einen OAuth-Client an, für die Schnittstelle „KI-Assistenten (MCP)“ und mit der Callback-URL
https://teams.microsoft.com/api/platform/v1.0/oAuthRedirect. - Öffnen Sie im Teams-Entwicklerportal den Bereich Tools → OAuth client registration und legen Sie eine neue Registrierung an: Client ID und Client Secret, die Authorization URL von Librario als Authorization Endpoint, die Token URL als Token Endpoint und ebenso als Refresh Endpoint, dazu
library:read assets:readals Scopes. Lassen Sie PKCE eingeschaltet. Notieren Sie die OAuth client registration ID. - Öffnen Sie im Microsoft-365-Admin-Center den Bereich Copilot → Connectors, wählen Sie Neuen Connector erstellen → Mit MCP-Server verbinden und tragen Sie einen Anzeigenamen, Ihre Librario-MCP-URL sowie die Registrierungs-ID ein.
- Geben Sie den Connector frei, wahlweise zunächst über einen gestaffelten Rollout an ausgewählte Gruppen, danach für alle.
Wählen Sie als Authentifizierung OAuth 2.0. Die zweite Option von Microsoft, Microsoft Entra SSO, funktioniert nur mit MCP-Servern, die Token von Microsoft Entra annehmen. Der MCP-Server von Librario nimmt nur Zugriffstoken an, die Librario selbst ausgestellt hat.
Microsoft ändert die Menüführung dieses noch jungen Bereichs häufig. Die aktuelle, schrittgenaue Anleitung steht in der Microsoft-Dokumentation: Set up custom federated connectors.
Föderierten Connector nutzen (Endanwendung)
Sobald die Administration den Connector freigegeben hat, erscheint Librario als Quelle im Researcher-Agenten und in Microsoft 365 Copilot Chat, wo Sie es unter Einstellungen → Quellen verbinden. Beim ersten Zugriff meldet Copilot Sie bei Librario an. Es öffnet sich dieselbe OAuth-Anmeldung und Zustimmungsseite wie bei Claude und ChatGPT. Sie melden sich mit Ihrem eigenen Librario-Benutzerkonto an, und Copilot recherchiert mit Ihren Berechtigungen. Danach recherchieren Sie in natürlicher Sprache, etwa: “Finde Publikationen zu Stahlstützen-Knicken seit 2020.”
Was Sie wissen sollten
Stand September 2026: Bezeichnungen und Menüpfade im Admin-Center können sich noch ändern. Der Zugriff ist auf Lesevorgänge beschränkt und nur in bestimmten Copilot-Oberflächen verfügbar (Copilot Chat, Researcher, Copilot in Excel, Cowork). Jede nutzende Person benötigt eine kostenpflichtige Microsoft-365-Copilot-Lizenz; Copilot-Studio-Lizenzen und die nutzungsbasierte Abrechnung decken föderierte Connectoren nicht ab. Die Einrichtung oben folgt der Microsoft-Dokumentation und ist noch nicht an einem echten Microsoft-365-Tenant verifiziert. Fragt das Formular der OAuth client registration nach einer Basis-URL, tragen Sie dort Ihre Librario-MCP-URL ein.
Copilot Studio: Librario als MCP-Werkzeug
Organisationen, die eigene Agenten entwickeln, binden Librario direkt in einem Copilot-Studio-Agenten ein. Dafür brauchen Sie eine Copilot-Studio-Lizenz.
Beta: Copilot Studio
Die Anbindung an Copilot Studio ist in der Beta-Phase. Menünamen in Copilot Studio können sich ändern. Schreiben Sie uns über die Kontaktseite, wie es bei Ihnen läuft.
Copilot Studio kennt zwei Arten der Anmeldung: Dynamic discovery und Manual. Nehmen Sie Dynamic discovery. Dabei registriert sich Copilot Studio selbst. Niemand muss vorher Zugangsdaten beschaffen.
- Öffnen Sie im Agenten Tools → Werkzeug hinzufügen → Neues Werkzeug → Model Context Protocol.
- Tragen Sie Servername, Beschreibung und Ihre Librario-MCP-URL ein.
- Wählen Sie als Authentifizierung OAuth 2.0 und darunter Dynamic discovery. Copilot Studio liest die Discovery-Dokumente von Librario und registriert sich selbst. Weitere Angaben braucht es nicht.
- Klicken Sie Create und dann Next. Legen Sie eine neue Verbindung an. Librario zeigt die Anmeldung und die Zustimmungsseite. Melden Sie sich an und klicken Sie Zugriff erlauben.
- Öffnen Sie die Einstellungen des Werkzeugs unter Details → Additional details. Lassen Sie dort die Voreinstellung End user credentials stehen. Dann meldet sich jede Person mit ihrem eigenen Librario-Benutzerkonto an. Mit Maker-provided credentials recherchieren alle mit dem Benutzerkonto und den Rechten der Person, die den Agenten gebaut hat.
Für Ihre IT: Diese Wahl trifft die Person, die den Agenten baut, und Microsoft lässt standardmäßig beide Optionen zu. Soll kein Agent mit dem Librario-Benutzerkonto einer anderen Person laufen, lassen Sie im Power Platform Admin Center für die Umgebung unter Control maker credential options nur End-user credentials zu. Das gilt auch für Power-Automate-Flows, die ein Agent als Werkzeug nutzt. Details: Control maker-provided credentials for authentication. Außerhalb von Agenten gilt dasselbe für Power-Automate-Flows, die mit der eingebetteten Verbindung ihres Erstellers geteilt werden: Sie laufen mit dessen Librario-Benutzerkonto. Der föderierte Connector kennt keine geteilte Anmeldung.
Details: Connect your agent to an existing MCP server.
Manuelle OAuth-Konfiguration
Fragt Copilot Studio beim Speichern nach Client ID und Client Secret, nehmen Sie diesen Weg. Wählen Sie unter OAuth 2.0 den Typ Manual. Copilot Studio fragt dann nach Client ID, Client Secret, Authorization URL, Token URL und Refresh URL. Dieser Weg gehört zur erweiterten KI-Verwaltung. Ihr Tarif muss sie enthalten. Dynamic discovery kommt ohne aus.
- Eine Person mit Administrator-Rolle legt einen OAuth-Client an, für die Schnittstelle „KI-Assistenten (MCP)“.
- Schalten Sie dabei PKCE erforderlich ab: Das manuelle Formular von Copilot Studio hat keine Einstellung für PKCE.
- Kopieren Sie Client ID, Client Secret, Authorization URL und Token URL. Tragen Sie die Authorization URL unverändert ein, wie die Seite sie zeigt, ohne Parameter. Die Seite öffnet sich nur ein einziges Mal, und nur das Client Secret lässt sich danach nicht mehr beschaffen. Tragen Sie die Token URL sowohl im Feld für die Token URL als auch im Feld für die Refresh URL ein.
- Tragen Sie im Feld Scopes
library:read assets:readein. - Nach dem Klick auf Create zeigt Copilot Studio eine Callback-URL an. Stimmt sie nicht mit der beim Erstellen eingetragenen überein, erstellen Sie den Client mit dieser URL erneut.
Google Gemini verbinden
Bei Google hängt die Antwort vom Gemini-Produkt ab, und die wichtigste Einschränkung steht vorweg: Gemini in Gmail, Docs und den übrigen Google-Workspace-Apps kann einen fremden MCP-Server nicht anbinden. Mit einem Arbeitskonto bietet Gemini nur einen kuratierten Katalog von Google- und Partner-Integrationen, aber keine Einstellung, um die Librario-MCP-URL einzutragen. Sie müssen dort also nicht danach suchen.
Diese Wege funktionieren:
- Gemini Enterprise: ein eigenständiges, separat lizenziertes Google-Cloud-Produkt (nicht zu verwechseln mit „Gemini für Workspace”). Hier registriert eine Person mit Administrationsrechten Librario als „Custom MCP Server Data Store”. Die Funktion ist allgemein verfügbar; in der Business-Edition von Gemini Enterprise ist sie noch eine Preview.
- Gemini CLI: das offene Kommandozeilenwerkzeug von Google. Damit binden Einzelpersonen Librario selbst an, ohne Administration.
- Die Gemini-App mit einem privaten Google-Konto: Unter gemini.google.com können private Konten unter Einstellungen → Verbundene Apps eine eigene App über ihre MCP-URL hinzufügen. Google bietet das derzeit nur in den USA, auf Englisch und ab 18 Jahren an, nicht für Arbeits- oder Schulkonten. Mit Librario haben wir diesen Weg noch nicht getestet.
Gemini Enterprise einrichten (Administration)
Gemini Enterprise registriert sich nicht selbst, sondern braucht einen OAuth-Client, den eine Person mit Administrator-Rolle ausstellt. Das gehört zur erweiterten KI-Verwaltung. Die Einrichtung erfolgt in der Google-Cloud-Konsole, nicht in der Google-Workspace-Admin-Konsole.
- Heben Sie die Organisationsrichtlinie auf, die Custom MCP Server Data Stores standardmäßig blockiert, und vergeben Sie die IAM-Rolle Discovery Engine-Bearbeiter. Schränkt Ihre Organisation ausgehende Domains oder Datenquellen ein, geben Sie zusätzlich die MCP-, Authorization- und Token-URL von Librario frei.
- Registrieren Sie Gemini Enterprise als OAuth-Client mit der Callback-URL
https://vertexaisearch.cloud.google.com/oauth-redirectund notieren Sie Client-ID und Client-Secret. Beides stammt von derselben Seite wie bei Copilot Studio: OAuth-Clients für Integrationen. - Erstellen Sie unter Data Stores → Datenspeicher erstellen → Custom MCP Server einen Eintrag mit Ihrer Librario-MCP-URL, den OAuth-Endpunkten (Authorization- und Token-URL), Client-ID, Client-Secret und Scopes. Setzen Sie das Häkchen bei PKCE-Unterstützung.
- Schließen Sie die OAuth-Anmeldung ab und aktivieren Sie anschließend gezielt die gewünschten Werkzeuge. Standardmäßig ist keines aktiv.
Die aktuelle, schrittgenaue Anleitung steht in der Google-Dokumentation: Set up your custom MCP server data store.
Sobald der Datenspeicher eingerichtet ist, steht Librario den Nutzenden in Gemini Enterprise als Quelle zur Verfügung. Sie recherchieren in natürlicher Sprache, und der Agent ruft die freigegebenen Librario-Werkzeuge bei Bedarf auf. Laut Google handelt Gemini Enterprise dabei im Namen der jeweiligen Person; die Scopes legen fest, was es in Librario darf.
Gemini CLI nutzen (Entwicklung)
Wer mit der Gemini CLI arbeitet, trägt die Librario-MCP-URL als MCP-Server in die CLI-Konfiguration ein. Die Librario-Werkzeuge stehen dem Modell danach in jeder CLI-Sitzung zur Verfügung. Dieser Weg erfordert keine Administration.
Was Sie wissen sollten
Stand September 2026: Die Custom-MCP-Server-Funktion von Gemini Enterprise ist allgemein verfügbar, in der Business-Edition noch eine Preview. Funktionsumfang, Menüführung und Bezeichnungen können sich noch ändern. Die Einrichtung oben und das Handeln im Namen der jeweiligen Person folgen der Google-Dokumentation und sind noch nicht an einem echten Google-Cloud-Projekt verifiziert. Gemini Enterprise ist ein eigenes, separat lizenziertes Produkt: Die in Gmail und Docs eingebettete Gemini-Variante unterstützt die Anbindung externer MCP-Server nicht.
Verbindungen verwalten und widerrufen
Auf der Integrationen-Seite sehen Sie unter „Verbundene Anwendungen“ alle Anwendungen, die in Ihrem Namen auf Librario zugreifen, sortiert nach der letzten Nutzung. Jede Zeile zeigt eine Kennzeichnung „KI-Assistent“ oder „REST-API“, den Namen, den Verbindungs- und den letzten Nutzungszeitpunkt sowie die erteilten Berechtigungen, jede als eigene Kennzeichnung. Verbindungen, die schon genutzt wurden, aber seit über 30 Tagen nicht mehr, tragen zusätzlich den Hinweis „Seit über 30 Tagen ungenutzt“. Wurde eine Verbindung noch nie genutzt, steht anstelle des Nutzungszeitpunkts „Nie genutzt“.
Mit einem Klick auf Widerrufen beenden Sie eine Verbindung sofort. Die nächste Anfrage des Assistenten an Librario wird mit HTTP 401 abgewiesen. Ein erneuter Zugriff ist nur über eine neue Autorisierung möglich.
MCP ist deaktiviert?
Zeigt die MCP-Karte den Hinweis, dass die Anbindung von Ihrer Administration deaktiviert wurde, hat eine Person mit Administrator-Rolle MCP für das gesamte Konto abgeschaltet. Bestehende Verbindungen bleiben erhalten und funktionieren nach dem Wiederaktivieren ohne erneute Anmeldung. Administrator:innen steuern dies in den Konto-Einstellungen.